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Grössere Schenkung als erwartet: Musée des beaux-arts La Chaux-de-Fonds erhält 218 Werke von Philippe Bodenmann

Das Musée des beaux-arts in La Chaux-de-Fonds hat eine unerwartet umfangreiche Schenkung erhalten: Statt der ursprünglich angenommenen 150 Werke umfasst die Sammlung von Philippe Bodenmann nun 218 Arbeiten.

Das Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds in der Westschweiz hat nach einer Schenkung des Schweizer Sammlers Philippe Bodenmann eine deutlich grössere Sammlung erhalten als zunächst angenommen. Museumsdirektor David Lemaire erklärte, dass die Schenkung ursprünglich auf 150 Werke geschätzt wurde, nach dem Öffnen bislang ungeöffneter Portfolios jedoch 218 Werke umfasst.

Die vollständige Sammlung von Philippe Bodenmann wird erstmals in der Ausstellung „Voyages en zigzag: La collection de Philippe Bodenmann“ präsentiert, die bis zum 3. Januar 2027 im Museum zu sehen ist. Die Ausstellung vereint Werke aus verschiedenen Strömungen, darunter anglo-amerikanische Konzeptkunst, Zürcher Konkrete Kunst und die Schweizer Neo-Geo-Szene.

Zu den vertretenen Künstlern gehören Joseph Kosuth, Lawrence Weiner und Royden Rabinowitch. Auch Werke von Olivier Mosset, Marcia Hafif und Günther Förg sind Teil der Sammlung. Die Vielfalt der vertretenen Künstler spiegelt die Breite der Sammlung wider.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sammlung liegt auf britischen Konzeptkünstlern, die das Gehen als künstlerische Praxis thematisieren. Hierzu zählen insbesondere Hamish Fulton und Richard Long, deren Arbeiten einen wichtigen Teil des Bestands ausmachen.

Die Schenkung stärkt zudem die Bestände des Museums im Bereich der Zürcher Konkreten Kunst. Dieser Bereich ist ein historisch bedeutender Teil der Identität des Museums. Besonders hervorzuheben sind mehrere bedeutende Gemälde von Max Bill, die nun Teil der Sammlung sind.

Ein zentrales Werk der Schenkung ist „Intentio (project)“ von Joseph Kosuth. Museumsdirektor Lemaire beschreibt dieses Werk als einen Wendepunkt in Kosuths Karriere, da es einen Wechsel im Umgang mit Farbe, Text und Komplexität im Vergleich zu früheren Arbeiten des Künstlers markiert.

Philippe Bodenmann hat keine Bedingungen an die Schenkung geknüpft. Lemaire sieht dies als einen Akt grossen Vertrauens in das Museum, das Bodenmann seit mehr als 40 Jahren kennt. Aufgrund der Kohärenz der Sammlung war es Bodenmann wichtig, dass sie als Ganzes erhalten bleibt und präsentiert wird.

Die Schenkung bietet dem Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds die Möglichkeit, ein breites Spektrum an Konzeptkunst und konkreter Kunst zu zeigen und die Sammlung inhaltlich zu bereichern.

Warum das wichtig ist

Die überraschend umfangreiche Schenkung von Philippe Bodenmann erweitert die Sammlung des Musée des beaux-arts La Chaux-de-Fonds erheblich und stärkt dessen Profil in der Konzept- und konkreten Kunst. Die vollständige Präsentation der Sammlung bis Anfang 2027 ermöglicht der Öffentlichkeit einen umfassenden Einblick in bedeutende Kunstströmungen und fördert das kulturelle Angebot in der Region.

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