Globaler Kontext ·

Rabkin Foundation zeichnet acht Kunstschreiber mit je 50 000 Dollar aus

Die Dorothea und Leo Rabkin Foundation hat die Gewinner des Rabkin Prize 2026 bekanntgegeben. Acht Kunstschreiber aus den USA erhalten je 50 000 Dollar für ihre Arbeit.

Am 10. September 2026 gab die Dorothea und Leo Rabkin Foundation die acht Gewinnerinnen und Gewinner ihres jährlichen Rabkin Prize bekannt. Jede der ausgezeichneten Personen erhält ein Preisgeld von 50 000 US-Dollar. Der Preis würdigt Beiträge zur Kunstkritik und -berichterstattung in den Vereinigten Staaten.

Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern zählen Akademiker, Podcaster und Journalistinnen. Julia Halperin, Mitbegründerin des Burns Halperin Report und ehemalige Redaktorin von The Art Newspaper, gehört ebenso dazu wie der Künstler und Autor Damien Davis aus New Jersey. Melaine Ferdinand-King, die erste Kuratorin des African American Museum of Rhode Island, und Tyler Green, bekannt durch den Modern Art Notes Podcast, wurden ebenfalls ausgezeichnet.

Weitere Preisträger sind Alicia Inez Guzmán, eine Autorin aus dem Südwesten der USA, sowie Sarah Lewis, Professorin an der Harvard University, Gründerin der Vision & Justice Initiative und Kuratorin einer Ausstellung im Museum of Contemporary Photography in Chicago. Jan Tumlir, Gründungsredaktor der Kunstzeitschrift X-TRA aus Los Angeles, und die unabhängige Journalistin und Kritikerin Kaelen Wilson-Goldie vervollständigen die Liste.

Viele der diesjährigen Ausgezeichneten beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit Themen wie Politik, Macht, Rasse, Gleichberechtigung und Repräsentation – sowohl innerhalb der Kunstwelt als auch darüber hinaus. Sarah Lewis betont in einem bevorstehenden Podcast-Interview, dass gesellschaftlicher Wandel mehr als nur gesetzliche Massnahmen erfordere und dass Kultur eine wichtige Rolle spiele, um blinde Flecken zu überwinden.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch ein Nominierungsverfahren, bei dem eine unabhängige Jury die Gewinner auf Grundlage aktueller Arbeitsproben und Lebensläufe auswählte. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Irene Borger, Gründungsdirektorin des Herb Alpert Award in the Arts, Jaime DeSimone, Chefkuratorin des Farnsworth Art Museum in Maine, und Legacy Russell, Direktorin und Chefkuratorin von The Kitchen in New York.

Die Rabkin Foundation kündigte an, dass ab dem 16. September 2026 eine Reihe von Interviews mit den ausgezeichneten Kunstschreibenden online verfügbar sein wird. Diese Gespräche sollen weitere Einblicke in die Arbeit und Perspektiven der Preisträgerinnen und Preisträger bieten.

Die diesjährigen Rabkin Prize Gewinnerinnen und Gewinner repräsentieren verschiedene Regionen und Disziplinen innerhalb der US-amerikanischen Kunstszene. Ihre Beiträge spiegeln die Vielfalt der Ansätze und Themen wider, die in der aktuellen Kunstkritik und -berichterstattung behandelt werden.

Warum das wichtig ist

Die Auszeichnung der Rabkin Foundation unterstreicht die wichtige Rolle von Kunstschreibenden, die gesellschaftliche Themen wie Macht, Rasse und Gleichberechtigung reflektieren. Für die Schweizer Kunstszene zeigt dies, wie Kunstkritik weltweit als Motor für kulturellen Wandel wirkt und neue Perspektiven eröffnet.

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