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Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet – Die Sammlerin und Pionierin Gertrud Dübi-Müller

Das Kunstmuseum Basel zeigt vom 19. September 2026 bis zum 7. Februar 2027 eine Ausstellung über Gertrud Dübi-Müller, eine bedeutende Sammlerin moderner Kunst und Pionierin der frühen Automobilzeit in der Schweiz.

Gertrud Dübi-Müller wurde schon in jungen Jahren mit Kunst vertraut, als sie Malunterricht bei Cuno Amiet nahm. Diese frühe Begegnung führte dazu, dass sie Freundschaften mit Künstlern wie Ferdinand Hodler und Giovanni Giacometti schloss. Bereits mit knapp 20 Jahren erwarb sie Vincent van Goghs Gemälde „Porträt von Charles-Elzéard Trabuc“. Dieses Werk bildete den Grundstein für eine Sammlung moderner Kunst, die im Laufe der Jahre weiter wuchs.

Dübi-Müller dokumentierte mit ihrer Fotokamera nicht nur das Leben ihrer Künstlerfreunde, sondern hielt auch ihre eigenen Erlebnisse fest. Zu ihren Abenteuern zählten Bergwanderungen, Fahrten mit Luftschiffen sowie Reisen durch Europa und nach Nordafrika. Ihre fotografischen Aufnahmen geben Einblicke in diese vielfältigen Unternehmungen und zeigen ihre Verbundenheit mit Kunst und Reisen.

Sie fuhr eines der ersten Autos der Schweizer Marke Pic-Pic. Mit diesem Cabriolet besuchte sie häufig die Hauptstädte der europäischen Kunstszene und durchquerte die Schweizer Alpen. Ihr Interesse an Mobilität und Technik spiegelte sich in ihren Reisen wider, die sie mit dem Auto unternahm.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel vereint Werke aus der Dübi-Müller-Stiftung und der Josef Müller-Stiftung am Kunstmuseum Solothurn. Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben von privaten Sammlern, die früher Teil von Dübi-Müllers Sammlung waren. So entsteht ein umfassender Überblick über die von ihr zusammengetragene Kunst.

Darüber hinaus werden Fotografien, bislang unveröffentlichte Briefe, handbemalte Postkarten und weitere Archivmaterialien gezeigt, die Künstler und Kreative an Dübi-Müller sandten. Diese Dokumente bieten einen intimen Einblick in ihr Netzwerk und ihre Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten der Kunstwelt.

Warum das wichtig ist

Die Ausstellung macht die Bedeutung von Gertrud Dübi-Müller für die moderne Kunst und die frühe Automobilgeschichte in der Schweiz sichtbar. Sie bietet der Öffentlichkeit Zugang zu einer aussergewöhnlichen Sammlung und persönlichen Dokumenten, die das kulturelle Netzwerk der damaligen Zeit lebendig werden lassen.

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